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Samstag, 5. September 2026

Obdachlose bestimmen den Gewinner: Wer verdient 15.000 Euro?

In einem einzigartigen Projekt führen Obdachlose Interviews, um zu entscheiden, wer 15.000 Euro erhält. Ein gewagter Ansatz zur Stärkung der Stimme der Marginalisierten.

David Schneider··2 Min. Lesezeit

Was ist das Konzept hinter diesem Projekt?

Das Projekt „Stop being poor“ gibt Obdachlosen eine Plattform, um ihre Perspektiven zu teilen und zu entscheiden, wer 15.000 Euro verdienen sollte. Anstatt dass eine Jury oder eine Gruppe von „Experten“ darüber entscheidet, sind es die Obdachlosen selbst, die die Interviews führen und die endgültige Entscheidung treffen. Du denkst vielleicht, das klingt nach einem gewagten Konzept, und das ist es auch! Es spielt mit der Idee von Autorität und wer wirklich das Recht hat, über finanzielle Unterstützung zu entscheiden.

Wie werden die Interviews durchgeführt?

Die Interviews finden in einem entspannten Umfeld statt, oft in sozialen Einrichtungen oder sogar in Cafés, wo sich die Obdachlosen wohlfühlen. Dabei wird großen Wert auf Authentizität gelegt. Die Interviewer erhalten keine vorgefertigten Fragen, sondern dürfen spontan agieren. So kommen echte Geschichten und Emotionen zum Vorschein. Diese Methode hilft nicht nur, einen Gewinner zu küren, sondern gibt auch denjenigen eine Stimme, die oft übersehen werden. Du würdest staunen, wie viel Tiefe und Weisheit in den Geschichten dieser Menschen steckt.

Verringert das Projekt Stigmas?

Ja, das Projekt hat das Potenzial, Stigmas abzubauen. Indem Obdachlose in den Mittelpunkt gerückt werden, wird ihre Menschlichkeit hervorgerufen. Die Vorstellung, dass sie nur um Geld betteln, wird in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen sehen wir sie als Menschen mit Erfahrungen, Meinungen und Ideen. Du wirst feststellen, dass viele Teilnehmer ihre eigenen Geschichten an die Wand werfen, wenn sie mit den Interviewpartnern sprechen und somit das Bild von Obdachlosigkeit neu definieren.

Wer kann an dem Projekt teilnehmen?

Jeder, der obdachlos ist oder mal obdachlos war, kann Teil des Projekts sein. Es geht darum, eine breite Palette von Stimmen zu hören. Obwohl es eine Herausforderung sein kann, die Teilnehmer zu motivieren, zeigen viele Interesse, wenn sie hören, dass ihre Stimme zählt. Du könntest dich fragen, wie viele Geschichten da draußen sind, die nur darauf warten, erzählt zu werden.

Was passiert mit dem Preisgeld?

Die 15.000 Euro sind nicht nur ein einfacher Geldpreis. Der Gewinner hat die Möglichkeit, das Geld für einen spezifischen Zweck zu verwenden, der ihm am Herzen liegt. Das kann eine Weiterbildung, ein Startkapital für ein kleines Unternehmen oder auch einfach eine finanzielle Stütze sein, um wieder auf die Beine zu kommen. Es liegt also nicht nur an den Interviewern, sondern auch an den Geschichten, die sie auswählen, um diesen Preis zu vergeben.

Wie reagiert die Öffentlichkeit auf das Projekt?

Die Reaktionen sind gemischt, was bei einem so neuen Ansatz nicht überraschend ist. Einige finden es inspirierend, während andere skeptisch sind, ob Obdachlose die besten Entscheidungen treffen können. Doch das ist Teil des Gesprächs, das wir führen müssen. Es fordert uns heraus, über unsere eigenen Vorurteile nachzudenken und unsere Sichtweise zu hinterfragen. Du musst zugeben, dass es spannend ist, was dieses Projekt in der Gesellschaft bewirken könnte.